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OWASP APTS: Autonomous Penetration Testing Standard

KI-gesteuerte Pentest-Plattformen führen Angriffsketten zunehmend selbstständig aus — der OWASP Autonomous Penetration Testing Standard (APTS) definiert erstmals einen Governance-Rahmen dafür: 173 Anforderungen, 8 Domänen, 3 Compliance-Tiers, 4 Autonomie-Level.

Stand: Juli 2026 · Valeri Milke, ISO 27001 & ISO 42001 Lead Auditor

173Tier-Required-Anforderungen in drei kumulativen Compliance-Tiers
8Domänen — von Scope Enforcement (26) bis Reporting (15)
72Anforderungen bilden die Baseline Tier 1 Foundation
4Autonomie-Level: L1 Assisted bis L4 Autonomous

Der OWASP Autonomous Penetration Testing Standard (APTS, Version 0.1.0, OWASP Foundation, Lizenz CC BY-SA 4.0) ist ein Governance-Standard für autonome und KI-gestützte Penetration-Testing-Plattformen. Er definiert, was solche Systeme leisten müssen, um sicher, transparent und innerhalb definierter Grenzen zu operieren — unabhängig davon, ob die Plattform als Vendor-Produkt, as-a-Service oder in-house betrieben wird. APTS ist ausdrücklich keine Test-Methodologie: Er ersetzt weder PTES noch OWASP WSTG oder OSSTMM, sondern ergänzt sie um das, was diese Standards nicht abdecken — das Verhalten der Plattform während der Ausführung, von Scope-Enforcement über Kill-Switch und Audit-Trails bis zur Manipulation Resistance. Die 173 Tier-Required-Anforderungen verteilen sich auf 8 Domänen und sind in drei kumulative Compliance-Tiers gestaffelt; ein vierstufiges Autonomie-Modell (L1–L4) koppelt den Autonomiegrad an das erforderliche Assurance-Niveau. Relevant ist der Standard für Hersteller, MSSPs, Enterprise-Security-Teams, Einkauf und Auditoren — und regulatorisch, weil seine Controls auf EU AI Act, ISO/IEC 42001, NIS2 und DORA mappen.

Das Wichtigste im Überblick

Sechs Themenblöcke — zum Aufklappen antippen.

Vier Autonomie-Level: L1 bis L4

Mit zunehmender Autonomie steigen die Assurance-Anforderungen — kein Sprung von manuell zu voll-autonom. Level antippen.

Assisted
  • Der Mensch plant und führt aus, die Plattform schlägt vor — zum Beispiel ein Vulnerability-Scan mit Empfehlungen.
Vulnerability-ScanEmpfehlungen

Standards & Quellen

Die Inhalte dieser Seite basieren auf den folgenden öffentlich verfügbaren Leitfäden und Studien.

OWASP Foundation · 2026

OWASP Autonomous Penetration Testing Standard (APTS)

Version 0.1.0, Lizenz CC BY-SA 4.0 (Stand Juli 2026): 173 Tier-Required-Anforderungen in 8 Domänen, 3 Compliance-Tiers und 4 Autonomie-Level; verfügbar über die OWASP-Projektseite und github.com/OWASP/APTS.

Europäische Union · 2024

EU AI Act — Verordnung (EU) 2024/1689

Regulatorischer Anker für APTS: Risikomanagement (Art. 9), Logging (Art. 12), Human Oversight (Art. 14) sowie Genauigkeit und Robustheit (Art. 15) mappen auf die APTS-Domänen.

ISO/IEC · 2023

ISO/IEC 42001:2023 — AI Management System

Managementsystem-Norm für KI; APTS-Controls dienen als Control-Baseline für Operational Controls, Performance Monitoring und Supply Chain.

Europäische Union · 2022

NIS2 — Richtlinie (EU) 2022/2555

Risikomanagement nach Art. 21 und Lieferketten-Sicherheit nach Art. 21 Abs. 2 lit. d greifen bei autonomen Testkomponenten auf die APTS-Domänen SE, SC, MR und TP zurück.

Europäische Union · 2022

DORA — Verordnung (EU) 2022/2554

Threat-Led Penetration Tests (TLPT), ICT-Third-Party-Risk-Management und das Testing-Programm nach Art. 24–27 lassen sich mit APTS-konformen Plattformen nachweisbar unterlegen.

Autonome Pentests mit Governance einsetzen

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