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Threat Modeling: Angriffe antizipieren, bevor Code entsteht

Wie Sie mit dem Vier-Fragen-Rahmen, STRIDE, PASTA und Attack Trees Sicherheitsrisiken bereits in der Designphase identifizieren – und Threat Modeling dauerhaft in SDLC und agilen Teams verankern.

Stand: Juli 2026 · Valeri Milke, ISO 27001 & ISO 42001 Lead Auditor

4Fragen strukturieren den Prozess (Shostack, 2014)
6STRIDE-Bedrohungsklassen — je ein verletztes Schutzziel
7Stufen der risikozentrierten PASTA-Methode
15Fachleute veröffentlichten 2020 das Threat Modeling Manifesto

Die teuersten Schwachstellen sind selten Programmierfehler, sondern Designentscheidungen: eine fehlende Vertrauensgrenze, ein ungeschützter Datenfluss, ein nicht bedachter Missbrauchsfall. Threat Modeling analysiert Repräsentationen eines Systems, um solche Sicherheits- und Datenschutzprobleme strukturiert sichtbar zu machen, bevor sie implementiert werden. Was lange als Expertendisziplin galt, ist heute methodisch gut erschlossen: Der Vier-Fragen-Rahmen liefert die Struktur, Methoden wie STRIDE und PASTA die Systematik, und Werkzeuge von OWASP Threat Dragon bis pytm senken die Einstiegshürde. Zugleich verankern Rahmenwerke wie das NIST Secure Software Development Framework die Bedrohungsmodellierung ausdrücklich im sicheren Entwicklungsprozess.

Das Wichtigste im Überblick

Sechs Themenblöcke — zum Aufklappen antippen.

Methoden-Explorer: STRIDE, PASTA, Attack Trees

Drei Methoden, die sich in der Praxis ergänzen — systematische Breite, Risikoperspektive und Tiefenanalyse.

6 Klassen
  • 1999 von Loren Kohnfelder und Praerit Garg bei Microsoft formuliert, später Kernelement des Microsoft Security Development Lifecycle.
  • Kategorisiert Bedrohungen in sechs Klassen, die jeweils ein Schutzziel verletzen — von Spoofing bis Elevation of Privilege.
  • In der Praxis die Methode für die systematische Breite.
SpoofingTamperingRepudiationInformation DisclosureDenial of ServiceElevation of Privilege

Standards & Quellen

Die Inhalte dieser Seite basieren auf den folgenden öffentlich verfügbaren Leitfäden und Studien.

Threat Modeling Manifesto Working Group · 2020

Threat Modeling Manifesto

Definiert Threat Modeling, verweist auf den Vier-Fragen-Rahmen und formuliert fünf Werte, vier Prinzipien sowie Patterns und Anti-Patterns als methodenneutrale Leitplanken.

Adam Shostack / Wiley · 2014

Threat Modeling: Designing for Security

Standardwerk, auf das der Vier-Fragen-Rahmen zurückgeht, dem die meisten modernen Threat-Modeling-Ansätze folgen.

Tony UcedaVélez, Marco M. Morana / Wiley · 2015

Risk Centric Threat Modeling: Process for Attack Simulation and Threat Analysis

Originalquelle der siebenstufigen, risikozentrierten PASTA-Methodik, die simulierte Angriffe mit Geschäftsauswirkungen verknüpft.

Bruce Schneier / Dr. Dobb's Journal · 1999

Attack Trees

Ursprungsartikel zu Angriffsbäumen: Angriffsziel als Wurzelknoten, UND/ODER-verknüpfte Angriffspfade, bewertbar etwa nach Kosten oder Erfolgswahrscheinlichkeit.

NIST · 2022

NIST SP 800-218: Secure Software Development Framework (SSDF) Version 1.1

Verankert Risikomodellierung – ausdrücklich inklusive Threat Modeling – als Task PW.1.1 der Praxis „Produce Well-Secured Software“.

Cloud Security Alliance · 2025

Agentic AI Threat Modeling Framework: MAESTRO

Siebenschichtiges Threat-Modeling-Framework für agentische KI-Systeme, das Lücken klassischer Methoden wie STRIDE und PASTA adressiert.

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