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CSA Cloud Controls Matrix & CAIQ

Die Cloud Controls Matrix der Cloud Security Alliance strukturiert Cloud-Sicherheit in 17 Domänen mit 207 Controls — der CAIQ übersetzt sie in einen standardisierten Fragenkatalog für die Anbieterbewertung.

Die Cloud Controls Matrix (CCM) ist ein Cybersecurity-Control-Framework der Cloud Security Alliance (CSA), das Sicherheits- und Datenschutzanforderungen für Cloud Computing in strukturierte, standardisierte Controls übersetzt. Die aktuelle Version 4.1, veröffentlicht am 28. Januar 2026, umfasst 207 Control-Ziele in 17 Sicherheitsdomänen — von Audit & Assurance über Identity & Access Management bis Universal Endpoint Management. Die CCM gilt als De-facto-Standard für Cloud-Security-Assurance und bildet das Rückgrat des CSA-STAR-Programms zur Bewertung und zum Vergleich von Cloud Service Providern. Ergänzt wird sie durch den Consensus Assessment Initiative Questionnaire (CAIQ), Implementierungs- und Audit-Leitlinien sowie Mappings auf etablierte Standards. Das Framework adressiert Cloud-Anbieter (CSPs) und Cloud-Kunden (CSCs) gleichermaßen — inklusive einer klaren Zuordnung der geteilten Sicherheitsverantwortung.

Das Wichtigste im Überblick

01

Die CCM: 17 Domänen, 207 Controls

Die CCM v4.1 gliedert Cloud-Sicherheit in 17 Domänen mit insgesamt 207 Control-Zielen — darunter Audit & Assurance, Application & Interface Security, Kryptographie und Schlüsselmanagement, Identity & Access Management, Logging & Monitoring sowie Supply Chain Management. Die Domänenstruktur orientiert sich bewusst an etablierten Frameworks wie ISO 27001:2022, um vorhandenes Wissen nutzbar zu machen. Je Control weist die Matrix zusätzlich die Anwendbarkeit auf die Servicemodelle IaaS, PaaS und SaaS aus.

02

CAIQ: 283 Fragen für das Vendor-Assessment

Der Consensus Assessment Initiative Questionnaire (CAIQ) übersetzt die CCM-Controls in 283 Ja/Nein-Fragen, mit denen Cloud-Kunden und Auditoren die Sicherheitslage eines Cloud Service Providers systematisch prüfen können. Er dient als standardisiertes Instrument der Anbieterbewertung — vor der Beauftragung ebenso wie im laufenden Lieferantenmanagement. Die v4.1-Struktur enthält zudem eigene Spalten zur Dokumentation der Verantwortlichkeiten im Shared Security Responsibility Model.

03

Shared Security Responsibility Model (SSRM)

Die CCM ordnet jedem Control eine Verantwortlichkeit im Shared Security Responsibility Model zu: CSP-Owned, CSC-Owned, Shared (Independent) oder Shared (Dependent). Damit beantwortet das Framework die zentrale Frage, wer in einem Cloud-Projekt wofür verantwortlich ist. Verantwortungsübergänge zwischen Anbieter und Kunde werden so pro Control transparent — und lassen sich vertraglich wie operativ sauber verankern.

04

STAR-Programm und STAR Registry

Der CAIQ ist die Grundlage für STAR Level 1: Cloud-Anbieter reichen ihr ausgefülltes Security Questionnaire bei der öffentlichen CSA STAR Registry ein und schaffen damit Transparenz über ihre Kontrolllandschaft. STAR Continuous erweitert den Ansatz um kontinuierliche Prüfung — mit dem Ziel, Compliance-Aussagen auf monatlicher, täglicher oder sogar stündlicher Basis zu ermöglichen. Die CCM ist damit das Fundament, auf dem CSPs verglichen und bewertet werden.

05

Implementierung und Standard-Mappings

Die CCM Implementation Guidelines (v2.1) geben je Control-Spezifikation Umsetzungsempfehlungen entlang der SSRM-Rollenverteilung — bewusst ohne starre How-to-Vorgaben, da die Umsetzung von Architektur, Technologie und Risikolage abhängt. Mappings verknüpfen die CCM mit ISO/IEC 27001/27002/27017/27018, AICPA TSC, CIS Controls, NIST CSF, NIST 800-53 und PCI DSS. So lassen sich Lücken und Überschneidungen zwischen Frameworks identifizieren und Doppelaufwände in der Compliance reduzieren.

06

Kontinuierliche Audit-Metriken

Der Continuous Audit Metrics Catalog (v1.1) definiert 34 Cloud-Sicherheitsmetriken, die direkt an CCM-Controls anknüpfen und weitgehend automatisiert messbar sind — die Grundlage für Continuous Auditing statt jährlicher Stichtagsprüfungen. Die Terminologie folgt ISO/IEC 19086-1, dem Standardrahmen für Cloud-SLAs. Der begleitende Code of Practice beschreibt acht Anforderungen an tragfähige Key Metrics, von strategischer Ausrichtung über klare RACI-Verantwortung bis zur Manipulationssicherheit.

Standards & Quellen

Die Inhalte dieser Seite basieren auf den folgenden öffentlich verfügbaren Leitfäden und Studien.

Cloud Security Alliance · 2026

Guide to the CCM and CAIQ — Understanding the Key Components and their Applications

Erläutert die Komponenten des CCM/CAIQ-v4.1-Pakets, ihren Zweck und Einsatz — von den 207 Controls in 17 Domänen über Mappings und Guidelines bis zur STAR-Einreichung.

Cloud Security Alliance · 2026

Cloud Controls Matrix (CCM) Version 4.1 (Präsentation)

Überblick über Struktur (17 Domänen, 207 Controls), Framework-Komponenten wie SSRM, CAIQ, Mappings und CCM-Lite sowie Zielgruppen und Dateiformate der CCM v4.1.

Cloud Security Alliance · 2026

CCM v4.1 Implementation Guidelines v2.1

Umsetzungsleitfaden je CCM-Control mit SSRM-Zuordnung (CSP-Owned, CSC-Owned, Shared Independent/Dependent) und Beschreibung aller 17 Domänen.

Cloud Security Alliance · 2026

The Continuous Audit Metrics Catalog v1.1

Katalog von 34 Cloud-Sicherheitsmetriken für Continuous Auditing, terminologisch auf ISO/IEC 19086-1 aufgesetzt und an die CCM-v4.1-Controls angepasst.

Cloud Security Alliance · 2026

Code of Practice for Implementing and Maintaining Key Metrics

Acht Anforderungen an wirksame Key Metrics — von strategischer Ausrichtung und RACI-Verantwortung bis zu Aktualität, Genauigkeit und Manipulationssicherheit.

CCM und CAIQ im eigenen Cloud-Compliance-Programm verankern

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