Was ISO 22301 regelt
ISO 22301:2019 „Security and resilience – Business continuity management systems – Requirements“ definiert die Anforderungen an ein Managementsystem für die Geschäftsfortführung (Business Continuity Management System, BCMS): Kontext, Führung, Planung, Unterstützung, Betrieb, Leistungsbewertung und Verbesserung. Weil die Norm der Harmonized Structure (Annex SL) folgt, lässt sie sich nahtlos in ein bestehendes ISO-27001-Managementsystem integrieren – und sie ist der zertifizierbare Standard für Business Continuity Management.
Das Herzstück ist Kapitel 8 (Betrieb): Business-Impact-Analyse (BIA) und Risikobeurteilung ermitteln, welche Prozesse wie schnell wieder laufen müssen; daraus entstehen Business-Continuity-Strategien, -Lösungen, -Pläne und -Verfahren, die ein Übungs- und Testprogramm regelmäßig auf die Probe stellt. Das Amendment 1:2024 ergänzt die Kontextanalyse um den Klimawandel. Flankiert wird die Norm von ISO 22313 (Umsetzungsleitfaden), ISO/TS 22317 (BIA), ISO/TS 22318 (Lieferketten-Kontinuität) und ISO 22361 (Krisenmanagement).