Die CWE Top 25 von MITRE ranken die gefährlichsten Software-Schwachstellenklassen; die Ausgabe 2025 basiert auf 39.080 CVE-Einträgen aus dem Zeitraum Juni 2024 bis Juni 2025, gewichtet nach Häufigkeit und durchschnittlichem CVSS-Schweregrad. An der Spitze stehen Cross-Site Scripting (CWE-79), SQL-Injection (CWE-89) und Cross-Site Request Forgery (CWE-352) – seit Jahrzehnten bekannte Muster, die dennoch die häufigsten Ursachen realer CVEs bleiben. Auffällig sind daneben zwei Blöcke: Speicherfehler wie Out-of-bounds Write/Read und Use After Free (vor allem in C/C++-Codebasen) sowie gleich vier Autorisierungs-Schwächen (CWE-862, CWE-863, CWE-284, CWE-639). Für Secure Coding heißt das: Die meisten Schwachstellen folgen bekannten, vermeidbaren Mustern – und lassen sich gezielt adressieren.
Secure Coding – Schwachstellen vermeiden, bevor sie entstehen
Wie Sie Schwachstellen systematisch vermeiden: die aktuelle Landkarte aus CWE Top 25 und OWASP Top 10:2025, ASVS 5.0 als Anforderungsrahmen und die Praktiken, die im Entwicklungsalltag den Unterschied machen.
Ein großer Teil der Schwachstellen, die später in Penetrationstests oder als CVEs auffallen, entsteht bereits beim Schreiben des Codes – und folgt dabei seit Jahren denselben Mustern. Kataloge wie die CWE Top 25 und die OWASP Top 10 machen diese Landkarte sichtbar; der OWASP ASVS 5.0 übersetzt sie in prüfbare Anforderungen. Secure Coding umfasst darüber hinaus konkrete Praktiken – von Input-Validierung über Autorisierungs-Muster bis zum Secrets-Handling – sowie deren Verankerung im Entwicklungsprozess durch Code Reviews, SAST/DAST und gezieltes Entwickler-Enablement. Mit Regulierungen wie dem EU Cyber Resilience Act wird sichere Entwicklung zudem von der guten Praxis zur Produktpflicht.
Das Wichtigste im Überblick
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Drei Referenzwerke, eine Landkarte
CWE Top 25, OWASP Top 10:2025 und ASVS 5.0 im Vergleich — Tab antippen für Details.
- MITRE rankt die gefährlichsten Software-Schwachstellenklassen — die Ausgabe 2025 basiert auf 39.080 CVE-Einträgen (Juni 2024 bis Juni 2025), gewichtet nach Häufigkeit und durchschnittlichem CVSS-Schweregrad.
- An der Spitze stehen Cross-Site Scripting, SQL-Injection und Cross-Site Request Forgery — seit Jahrzehnten bekannte Muster, die dennoch die häufigsten Ursachen realer CVEs bleiben.
- Auffällig sind daneben Speicherfehler (vor allem in C/C++-Codebasen) und gleich vier Autorisierungs-Schwächen — die meisten Schwachstellen folgen bekannten, vermeidbaren Mustern.
- Bündelt einzelne Schwächen zu Risikokategorien — die Ausgabe 2025 stützt sich auf Testdaten von rund 2,8 Millionen Anwendungen.
- Broken Access Control bleibt auf Platz 1 und umfasst nun auch Server-Side Request Forgery; neu sind A03 „Software Supply Chain Failures“ und A10 „Mishandling of Exceptional Conditions“.
- Gut für Awareness und Priorisierung — einen vollständigen Anforderungskatalog für die Entwicklung ersetzen die Top 10 nicht.
- Übersetzt Secure Coding in prüfbare Anforderungen: Version 5.0.0 umfasst rund 350 Anforderungen in 17 Kapiteln — von Encoding und Sanitization bis zu Secure Coding and Architecture.
- Die drei Level sind gegenüber 4.x neu geschnitten und nach Priorität geordnet: L1 rund 20 Prozent als kritische Erstverteidigung, L2 als Zielniveau für die meisten Anwendungen weitere rund 50 Prozent, L3 die verbleibenden Defense-in-Depth-Maßnahmen.
- In der Praxis dient der ASVS als Anforderungsrahmen für Entwicklung und Beschaffung ebenso wie als Prüfmaßstab für Code Reviews und Penetrationstests.
Standards & Quellen
Die Inhalte dieser Seite basieren auf den folgenden öffentlich verfügbaren Leitfäden und Studien.
2025 CWE Top 25 Most Dangerous Software Weaknesses
Rangliste der 25 gefährlichsten Schwachstellenklassen auf Basis von 39.080 CVE-Records (06/2024–06/2025), gewichtet nach Häufigkeit und CVSS-Schweregrad.
OWASP Top 10:2025
Achte Ausgabe der Risikokategorien für Webanwendungen; neu sind Software Supply Chain Failures und Mishandling of Exceptional Conditions, SSRF ging in Broken Access Control auf.
OWASP Application Security Verification Standard (ASVS) 5.0.0
Anforderungs- und Prüfstandard mit rund 350 Anforderungen in 17 Kapiteln; Level L1–L3 priorisiert nach Risikoreduktion und Umsetzungsaufwand.
OWASP Top 10 Proactive Controls 2024
Zehn präventive Kontrollen (C1–C10) für Entwicklungsteams, u. a. Access Control, Kryptografie und Eingabevalidierung mit Exception-Handling.
NIST SP 800-218: Secure Software Development Framework (SSDF) Version 1.1
Herstellerneutrale Praktiken für den sicheren Entwicklungsprozess in vier Gruppen: Prepare the Organization, Protect the Software, Produce Well-Secured Software, Respond to Vulnerabilities.
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