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EASM: Die Angriffsfläche aus Angreifersicht

Wie kontinuierliche Discovery aus dem Blickwinkel eines Angreifers unbekannte Assets, Shadow IT und exponierte Dienste sichtbar macht – von der ersten Erkennung bis zur Remediation.

Stand: Juli 2026 · Valeri Milke, ISO 27001 & ISO 42001 Lead Auditor

32 %Exploits als häufigster initialer Infektionsvektor (laut Mandiant M-Trends 2026)
6Jahre in Folge waren Exploits der häufigste initiale Infektionsvektor (M-Trends 2026)
7Tage: automatisierte Asset-Discovery mindestens in diesem Takt (CISA BOD 23-01 für US-Bundesbehörden)
14Tage: Schwachstellen-Enumeration aller entdeckten Assets (BOD 23-01)

Die meisten Organisationen kennen nur einen Teil ihrer aus dem Internet erreichbaren IT: Subdomains aus alten Projekten, Cloud-Ressourcen einzelner Fachabteilungen, Test-Umgebungen und von Dienstleistern betriebene Systeme entstehen und verschwinden laufend – oft ohne Eintrag im offiziellen Inventar. Genau diese unbekannten und vergessenen Assets sind ein bevorzugtes Einfallstor: Laut Mandiant M-Trends 2026 waren Exploits mit 32 % im sechsten Jahr in Folge der häufigste initiale Infektionsvektor. External Attack Surface Management (EASM) setzt an dieser Lücke an und identifiziert, inventarisiert und bewertet die externe Angriffsfläche kontinuierlich aus der Perspektive eines Angreifers. Dieser Beitrag erklärt Konzept, Datenquellen und Arbeitsweise von EASM – und wie es sich von Schwachstellenscans und Penetrationstests unterscheidet.

Das Wichtigste im Überblick

Sechs Themenblöcke — zum Aufklappen antippen.

Abgrenzung: EASM, Schwachstellenscan, Pentest

Drei Verfahren, die einander nicht ersetzen, sondern ineinandergreifen — Tab antippen für die Einordnung.

Fläche
  • Setzt vor Scan und Pentest an: Es beantwortet zuerst die Inventarfrage — „Was ist überhaupt von außen sichtbar?“
  • Liefert damit den Scope, den Schwachstellenscan und Pentest benötigen.
  • EASM findet die Fläche.
InventarfrageScopeFläche

Standards & Quellen

Die Inhalte dieser Seite basieren auf den folgenden öffentlich verfügbaren Leitfäden und Studien.

Mandiant / Google Cloud · 2026

M-Trends 2026

Exploits mit 32 % im sechsten Jahr in Folge häufigster initialer Infektionsvektor; Basis sind über 500.000 Stunden Incident-Response-Untersuchungen im Jahr 2025.

CISA · 2022

BOD 23-01: Improving Asset Visibility and Vulnerability Detection on Federal Networks

Verpflichtet US-Bundesbehörden (FCEB) zu automatisierter Asset-Discovery alle 7 Tage und Vulnerability Enumeration alle 14 Tage – Referenz für kontinuierliche Sichtbarkeit.

IETF · 2021

RFC 9162: Certificate Transparency Version 2.0

Standard für öffentliche, nur anfügbare Logs ausgestellter TLS-Zertifikate – eine zentrale Datenquelle der Subdomain-Discovery.

OWASP Cheat Sheet Series · 2026

Attack Surface Analysis Cheat Sheet

Laufend gepflegte Referenz zur Definition der Angriffsfläche als Summe aller Ein- und Austrittspfade eines Systems (abgerufen 07/2026).

NIST · 2024

The NIST Cybersecurity Framework (CSF) 2.0

Kategorie ID.AM fordert gepflegte Inventare für Hardware, Software, Systeme und Dienste als Grundlage des Cyber-Risikomanagements.

Wie groß ist Ihre externe Angriffsfläche wirklich?

In einem unverbindlichen Erstgespräch ordnen wir gemeinsam ein, welche Sichtbarkeit Sie heute haben und ob kontinuierliches EASM für Ihre Organisation der richtige nächste Schritt ist.