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Cyber-Resilienz durch Business Continuity Management

Wie Sie mit BSI-Standard 200-4 und ISO 22301 die Fortführung Ihrer kritischen Geschäftsprozesse absichern – von der Business-Impact-Analyse über Backup-Strategien bis zur Stabsübung.

Stand: Juli 2026 · Valeri Milke, ISO 27001 & ISO 42001 Lead Auditor

3Ausbaustufen im BSI-Standard 200-4: Reaktiv-, Aufbau- und Standard-BCMS
3-2-1Faustregel für die Datensicherung: drei Kopien, zwei Medientypen, eine Kopie an einem anderen Standort
24 hFrühwarnung bei erheblichen Sicherheitsvorfällen nach Art. 23 NIS2
72 hMeldung nach Kenntnisnahme — Abschlussbericht spätestens einen Monat nach der Meldung

Cyber-Resilienz bedeutet, einen schweren IT-Ausfall nicht nur zu verhindern, sondern ihn zu überstehen: Ransomware-Vorfälle legen Organisationen regelmäßig über Wochen lahm, und die Wiederherstellung scheitert häufig nicht an der Technik, sondern an fehlender Vorbereitung. Business Continuity Management (BCM) und IT-Notfallmanagement schaffen dafür den organisatorischen Rahmen – mit klaren Kennzahlen, belastbaren Wiederanlaufplänen und regelmäßigen Übungen. Mit NIS2 und DORA ist die Aufrechterhaltung des Betriebs zudem von einer Best Practice zur regulatorischen Mindestanforderung geworden. Der BSI-Standard 200-4 und die ISO 22301 liefern die etablierte Methodik, um diese Anforderungen strukturiert umzusetzen.

Das Wichtigste im Überblick

Sechs Themenblöcke — zum Aufklappen antippen.

Kennzahlen im Detail: MTA, RTO, RPO

Von der Business-Impact-Analyse zu den Soll-Werten — und zum Abgleich mit dem tatsächlich Erreichbaren. Kennzahl antippen.

Maximal tolerierbare Ausfallzeit
  • Legt fest, wie lange ein Geschäftsprozess höchstens ausfallen darf (engl. MTPD).
  • Ausgangspunkt ist die Business-Impact-Analyse (BIA): Sie identifiziert zeitkritische Geschäftsprozesse, deren Ressourcen und mögliche Single Points of Failure.
BIAMTPDzeitkritische GeschäftsprozesseSingle Points of Failure

Standards & Quellen

Die Inhalte dieser Seite basieren auf den folgenden öffentlich verfügbaren Leitfäden und Studien.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) · 2023

BSI-Standard 200-4 Business Continuity Management

Methodischer Rahmen für BCMS mit dreistufigem Einstiegsmodell (Reaktiv-, Aufbau-, Standard-BCMS), BIA-Kennzahlen (MTA, RTO, RPO) und Übungsformaten; Standard-BCMS konform zu ISO 22301:2019.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) · 2022

Maßnahmenkatalog Ransomware (Arbeitspapier, Version 1.0)

Präventionsmaßnahmen gegen Ransomware, u. a. Offline-Backups, regelmäßige Wiederherstellungstests, Schwarzstart-Planung sowie Planbesprechungen und Übungen zur Vorfallvorbereitung.

International Organization for Standardization (ISO) · 2019

ISO 22301:2019 Security and resilience – Business continuity management systems – Requirements

International zertifizierbare Anforderungsnorm für Business Continuity Management Systems; ergänzt um Amendment 1:2024 (Climate action changes).

Amtsblatt der EU / EUR-Lex · 2022

Richtlinie (EU) 2022/2555 (NIS2)

Art. 21(2)(c) fordert Aufrechterhaltung des Betriebs inkl. Backup-Management, Wiederherstellung und Krisenmanagement; Art. 23 regelt die mehrstufigen Meldefristen (24 h/72 h/1 Monat).

Amtsblatt der EU / EUR-Lex · 2022

Verordnung (EU) 2022/2554 (DORA)

Art. 24–26 verpflichten Finanzunternehmen zu einem Testprogramm für digitale operationale Resilienz, jährlichen Tests kritischer IKT-Systeme und TLPT mindestens alle drei Jahre; anwendbar seit 17.01.2025.

Wie belastbar ist Ihr Notfallmanagement?

In einem unverbindlichen Erstgespräch ordnen wir gemeinsam ein, wo Ihr BCM heute steht – von der Business-Impact-Analyse bis zur ersten Stabsübung.