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KI-Compliance & AI Governance

Wie Sie ein AI-Governance-Programm strukturiert aufbauen – vom KI-Inventar über Risikoklassifizierung und KI-Kompetenz bis zu Lifecycle-Kontrollen entlang von AI Act, ISO/IEC 42001, NIST AI RMF und BSI AIC4.

Stand: Juli 2026 · Valeri Milke, ISO 27001 & ISO 42001 Lead Auditor

2025Seit 02.02.2025: Pflicht zur KI-Kompetenz und Verbote bestimmter Praktiken
2027Hochrisiko-Pflichten (Anhang III) folgen nach dem „Digital Omnibus“ ab dem 02.12.2027
42001ISO/IEC 42001:2023 — erste zertifizierbare Norm für KI-Managementsysteme (AIMS)
4Funktionen strukturieren das NIST AI RMF: Govern, Map, Measure, Manage

Kaum ein Unternehmen führt heute nur ein einzelnes KI-System ein – typisch ist ein wachsendes Portfolio aus KI-Funktionen in Standardsoftware, Anwendungsfällen auf Basis generativer Modelle und einzelnen Eigenentwicklungen. Die KI-Verordnung (EU) 2024/1689 setzt dafür einen gestaffelten Rahmen: Seit dem 02.02.2025 gelten die Pflicht zur KI-Kompetenz und die Verbote bestimmter Praktiken, seit dem 02.08.2025 die Pflichten für Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck, ab dem 02.08.2026 die Transparenzpflichten des Art. 50; die Hochrisiko-Pflichten folgen nach der „Digital-Omnibus“-Verordnung (EU) 2026/1744 gestaffelt ab dem 02.12.2027. AI Governance ist die Antwort auf diese Gemengelage: ein Programm, das den KI-Einsatz systematisch erfasst, je Use Case nach Risiko klassifiziert und über den gesamten Lebenszyklus steuert. Diese Überblicksseite ordnet die Bausteine ein – Details zu ISO/IEC 42001, den Transparenzpflichten nach Art. 50 und den NIST-AI-Frameworks finden Sie in den jeweiligen Deep-Dives dieser Wissensdatenbank.

Gestaffelter Fahrplan der KI-Verordnung

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Das Wichtigste im Überblick

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Standards-Landkarte

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Gesetz
  • Die KI-Verordnung setzt als Gesetz den verbindlichen Rahmen für den KI-Einsatz.
  • Im Governance-Programm bildet sie die Ebene der Pflicht.
GesetzVerbindlicher RahmenPflicht

Standards & Quellen

Die Inhalte dieser Seite basieren auf den folgenden öffentlich verfügbaren Leitfäden und Studien.

Amtsblatt der EU / EUR-Lex · 2024

Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung / AI Act)

Risikobasierter Rechtsrahmen mit gestaffelter Anwendung; hier relevant: Art. 4 (KI-Kompetenz), Art. 5 (Verbote), Art. 6/Anhang III (Hochrisiko), Art. 27 (Grundrechte-Folgenabschätzung), Art. 50 (Transparenz).

Amtsblatt der EU / EUR-Lex · 2026

Verordnung (EU) 2026/1744 („Digital Omnibus on AI“)

In Kraft seit 27.07.2026; verschiebt die Hochrisiko-Pflichten auf den 02.12.2027 (Anhang III) bzw. 02.08.2028 (Anhang I) und schwächt die KI-Kompetenzpflicht des Art. 4 zu einer Förderpflicht ab.

ISO/IEC · 2023

ISO/IEC 42001:2023 – Information technology – Artificial intelligence – Management system

Erste zertifizierbare Norm für KI-Managementsysteme (AIMS); ergänzt durch ISO/IEC 42005:2025 als Leitfaden für KI-Impact-Assessments.

NIST · 2023

Artificial Intelligence Risk Management Framework (AI RMF 1.0), NIST AI 100-1

Freiwilliges Rahmenwerk mit den vier Funktionen Govern, Map, Measure, Manage; für generative KI ergänzt um das Profil NIST AI 600-1 (2024).

BSI · 2021

AI Cloud Service Compliance Criteria Catalogue (AIC4)

Prüfbare Kriterien für KI-Cloud-Dienste über den gesamten Lebenszyklus (u. a. Robustheit, Datenqualität, Erklärbarkeit, Bias) als Erweiterung des C5-Katalogs.

Datenschutzkonferenz (DSK) · 2024

Orientierungshilfe „Künstliche Intelligenz und Datenschutz“ (Version 1.0)

Datenschutzrechtliche Anforderungen an KI-Anwendungen inkl. DSFA; ergänzt durch die DSK-Orientierungshilfe zu technischen und organisatorischen Maßnahmen bei Entwicklung und Betrieb von KI-Systemen (Juni 2025).

Wo steht Ihr AI-Governance-Programm?

In einem unverbindlichen Erstgespräch ordnen wir gemeinsam ein, welche Bausteine – vom KI-Inventar bis zur ISO/IEC-42001-Readiness – für Ihr Unternehmen Priorität haben.