Die ISO/IEC 42001:2023 folgt der High Level Structure: Kapitel 4 bis 10 regeln Kontext der Organisation, Führung, Planung, Unterstützung, Betrieb, Leistungsbewertung und Verbesserung. Annex A ergänzt 38 Referenz-Controls in neun Themengruppen (A.2 bis A.10) — von der AI Policy über Ressourcen, Impact Assessments und den KI-Lebenszyklus bis zu Daten, Transparenz, verantwortungsvoller Nutzung und Drittparteien; Annex B liefert die zugehörige Umsetzungsanleitung. Die Terminologie stützt sich auf die ISO/IEC 22989:2022.
ISO/IEC 42001 in der Praxis: das KI-Managementsystem aufbauen
Mit der ISO/IEC 42001:2023 existiert erstmals eine internationale, zertifizierbare Norm für ein Artificial Intelligence Management System (AIMS). Was die Norm fordert, wie die Dokumentationslandschaft aussieht — und wie Sie ein AIMS effizient in Ihr bestehendes ISMS integrieren.
38Referenz-Controls in Annex A
9Themengruppen (A.2 bis A.10)
10Governance-Domänen für mitgeltende Dokumente
3verzahnte Prozesse im Kern des AIMS
Organisationen, die KI entwickeln oder einsetzen, müssen sicherstellen, dass diese Systeme rechtmäßig, sicher, nachvollziehbar und ethisch vertretbar agieren — gegenüber der eigenen Organisation, aber auch gegenüber betroffenen Personen, Gruppen und der Gesellschaft. Die ISO/IEC 42001:2023 definiert dafür die Anforderungen an ein Artificial Intelligence Management System (AIMS): ein strukturiertes Rahmenwerk, das den gesamten Lebenszyklus von KI-Systemen abdeckt und ethische, rechtliche, technische und organisatorische Dimensionen zusammenführt. Weil die Norm auf der High Level Structure (HLS) basiert, die aus ISO/IEC 27001, ISO 9001 und ISO/IEC 27701 bekannt ist, lässt sich das AIMS in bestehende Managementsysteme integrieren und nutzt deren bewährte Prinzipien von Risikomanagement, Verantwortlichkeit, Dokumentation und kontinuierlicher Verbesserung. Zusätzliche Relevanz entsteht durch den EU AI Act mit seinen Anforderungen an Risikoklassifizierung, Transparenz, menschliche Aufsicht und technische Dokumentation. Diese Seite zeigt, welche Bausteine ein zertifizierbares AIMS in der Praxis braucht.
Das Wichtigste im Überblick
Sechs Themenblöcke — zum Aufklappen antippen.
Der Weg zur Zertifizierung
Das bewährte phasenweise Vorgehen von der Ausgangslagenanalyse bis zum Zertifizierungsaudit — Phase antippen.
- Kontext- und Ausgangslagenanalyse mit KI-Inventar und Gap-Analyse gegen das bestehende ISMS.
KI-InventarGap-AnalyseBestehendes ISMS
- Aufbau von Governance-Modell und Dokumentation.
Governance-ModellDokumentation
- Umsetzung der Prozesse entlang des KI-Lebenszyklus — von Risikoanalyse und Trainingsdaten-Management bis Deployment, Monitoring und Incident Handling.
RisikoanalyseTrainingsdaten-ManagementDeploymentMonitoringIncident Handling
- Schulung und Awareness für alle Rollen im AIMS.
- Internes Audit und Management Review als Generalprobe, danach das Zertifizierungsaudit.
- Das SoA wird anschließend regelmäßig im Management Review aktualisiert.
Internes AuditManagement ReviewZertifizierungsauditSoA
Standards & Quellen
Die Inhalte dieser Seite basieren auf den folgenden öffentlich verfügbaren Leitfäden und Studien.
ISO/IEC 42001:2023 — Artificial Intelligence Management System
Definiert die Anforderungen an ein AIMS in den Kapiteln 4–10 sowie die Referenz-Controls in Annex A mit Umsetzungsanleitung in Annex B.
ISO/IEC 22989:2022 — Artificial Intelligence — Concepts and Terminology
Terminologische Grundlage der ISO/IEC 42001 und der AIMS-Dokumentation.
Verordnung über künstliche Intelligenz (EU AI Act)
Regulatorischer Bezugsrahmen des AIMS mit Anforderungen an Risikoklassifizierung, Transparenz, menschliche Aufsicht und technische Dokumentation nach Anhang IV.
AIMS-Dokumentationsframework nach ISO/IEC 42001 (Policy, Handbuch Kap. 4–10, SoA, mitgeltende Dokumente)
Praxiserprobte Dokumentationsstruktur eines AIMS mit Audit-Checklisten zu allen Normkapiteln und vollständigem Statement of Applicability über die 38 Annex-A-Controls.
Umsetzungskonzept zur Integration eines KI-Managementsystems in das ISMS gemäß AI Act & ISO/IEC 42001
Phasenmodell für den AIMS-Aufbau im Bestands-ISMS — von Kontextanalyse und Governance-Modell über den KI-Lebenszyklus bis zur Vorbereitung externer Zertifizierungen.
ISMS-AIMS-Synergieanalyse (Roadmap zur AI Act und NIS2 Readiness)
Gegenüberstellung von 19 Managementsystem-Bereichen — von Assetmanagement und Risikomethodik bis Testing und Ethics Board — mit den jeweiligen Synergien zwischen ISMS und AIMS.
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VamiSec ist selbst nach ISO/IEC 27001 zertifiziert; Gründer Valeri Milke ist Lead Auditor für ISO 27001 und ISO 42001. Wir unterstützen Sie mit Gap-Analysen, dem Aufbau von AIMS-Dokumentation und Governance, Schulungen und Auditbegleitung — sprechen Sie uns an.